Mitte Juli 2015 ist es soweit. Dann werde ich nach NZ fliegen und dort ein Jahr bei einer Gastfamilie leben.
In diesem Blog will ich meiner Familie, Freunden und anderen Austauschschülern vor,
während und nach meinem Jahr in Neuseeland berichten was ich erlebe und wie ich mich darauf vorrbereite.

Montag, 25. Januar 2016

Neue Gastschwester

Hey,

Heute ist/war der Abend wundervoll.
Genauso wie die beiden davor.
Am ,,1." hat Tania Lasagne für meine Familie und einige ihrer Freunde gemacht, die wir hier gegessen haben.
Gestern Abend sind wir (meine Familie und Tania) am Stone Store essen gegangen.
Meine Familie ist heute in der früh abgereist.
Heute Abend (17-18 Uhr) waren wir (Tania, ihre Tochter Megan und ich)  am Flughafen um Laura abzuholen.
Wir haben schon vor längerem erfahren das ich evtl. eine Gastschwester bekomme.
Allerdings wussten wir erst seit 10 Tagen, dass sie 100% kommt.
Wir haben erst gestern am sehr spätem Abend ihr Zimmer eingeräumt
Ihr Englisch ist nicht besonders gut, aber ich bin sicher es wird jetzt erstmal in den nächsten Tagen steil Bergauf gehen.
Tania hat immer wieder wiederholt gesagt ,,Das ist Megan/Katharina...."
Und besonders glücklich hat es mich gemacht als wie gerade nach einem kurzem Stopp aus dem Supermarkt kamen und sie sagte:,, Das ist meine Tochter Megan und das ist meine deutsche Tochter Katharina."
Das wichtigste über sie:
• sie kommt aus Brasilien
• ist 17 und wird am 26.02 18
• wird in Year 13 gehen und muss somit keine Schuluniform tragen.
• und wie schon bereits erwähnt, ist ihr Englisch nicht besonders gut.

Schule fängt für mich am 4.02 an...glaube ich zumindest.
Bis dahin hoffe ich, dass ich es schaffe mal ein bisschen über Auckland und Rotorua zu schreiben.

Ich glaube bis auf Dinner wird heute nichts mehr passieren bei uns.

Donnerstag, 14. Januar 2016

6 Monate in Neuseeland & Fragen dazu

Hallo

Ich bin heute seit genau 6 Monaten weg.

Für mich geht es gerade zurück nach Kerikeri.
War ganz nett meine Familie mal wieder zu sehen. Wenn auch zunächst sehr ungewohnt.
Vor allem weil ich wahrscheinlich zuerst zuviel von ihnen erwartet habe.
Und ja ich habe mich verändert, dass habe ich dann auch gemerkt.
Allerdings kann ich nicht wirklich sagen in wie fern. Noch mache ich mir darüber aber auch keine weiteren Gedanken, schließlich bin ich noch weitere 6 Monate hier.

Ich werde in den nächsten tagen noch genauer darüber schreiben was wir  in Auckland & Rotorua gemacht haben.
Das wird glaube ich ziemlich viel.

Ich muss mich gerade sowieso irgendwie beschäftigen, also mache ich mal ein kleines Interview zum Auslandsjahr:

Wie lange hat es gedauert sich einzuleben?
Diese Frage habe ich mir vorher ziemlich oft gestellt. Als Antwort habe ich meist 3 Monate gehört. Da stimme ich zu abgesehen davon, dass sich meine Wohnsituation seit Dezember bis Ende Februar ein wenig geändert hat, da Tanias Kinder nun noch da sind.
Selbst nach einer Woche in Neuseeland hätte ich gesagt ,,Ja ich habe mich eingelebt" da ich mir zu dem Zeitpunkt noch keine wirkliche Steigerung vorstellen konnte. Aber nach ca. 3 Monaten war ich dann wirklich zu Hause.

Gibt es manchmal Probleme mit der Gastfamilie?
Streit? Nein. Nicht immer ist/war alles perfekt, aber große Probleme gab es nie.

Heimweh?
Nei...ja. Es ist und war nie so dass ich zurück wollte. Wenn ich mal jemanden oder etwas richtig vermisst habe, habe ich mir immer die Frage gestellt ,,Wenn du für morgen einen Flug zurück bekommen würdest. Würdest du fliegen?"
Antwort war immer ,,Nein." (Nach spätestens 12 Monaten bin ich ja sowieso zurück, aber wann bekomme ich nochmal die Gelegenheit, nach Neuseeland zu kommen)

Freue ich mich darauf wieder nach Deutschland zu fliegen?
Nein.....was soll ich dazu noch groß sagen. Ich werde mich kurz freuen alle wiederzusehen, aber alleine der Gedanke an die Schule.....
Wenn es in Deutschland genauso schön wäre (Palmen, Strände, freundlichere Menschen ...) wäre es nicht ganz so schlimm.

Ist ein Auslandsjahr für jeden geeignet?
Kurz und knapp: Ja
(Meiner Meinung nach)
Ich habe hier so viele komplett unterschiedliche Internationals kennen gelernt. Alle nehmen etwas positives mit.
Man muss nur ins Flugzeug steigen und dann geht die Achterbahnfahrt los.

Wer mag kann gerne noch weitere Fragen in die Kommentare schreiben. Mir fallen keine weiteren ein die nicht schon tausendmal im Internet gefragt und beantwortet wurden. Wie z.B (,, Zu viel übergepäck was tun" ,,Wann bekomme ich meine Gastfamile")

Montag, 4. Januar 2016

Neujahr und Reise nach Auckland

Ich sitze nun gerade im Bus auf den Weg nach Auckland. (Dazu weiter unten mehr)

Frohes Neues Jahr.
Wir (Tania und ich) sind an Sylvester nach Paihia gefahren, um uns dort das Feuerwerk anzuschauen. Es wirkte ziemlich klein.
Als an der Springbank High School mal ein Feuerwerk (und noch einiges mehr) war dieses deutlich größer.
Aber es war ok und mein erstes Sylvester am Meer.
Das neue Jahr begann mit 2 Tagen Regen  und Wind. Am 3.1 abends kam die Sonne wieder raus.

Nun zu Auckland:
Ich treffe dort meine Eltern und meinen Bruder.
Wir haben es monatelang geplant.
Am 2.1 (deutsche Zeit) sind sie losgeflogen und gestern 4.1 angekommen.
Wir werden einige Tage in Auckland bleiben, dann nach Rotorua runterfahren, zurück nach Auckland und dann geht es nach Kerikeri/Bay of Islands.
Sie bleiben ca. 3 Wochen.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Weihnachten in Neuseeland #31

Einmal nachträglich: Merry Christmas 
Es gibt da ein paar Unterschiede...
Es gibt keine Weihnachtsmärkte  (wie man sie bei uns kennt) dafür aber Paraden. Wir haben die Chrismas - Parade in Kerikeri verpasst und sin deshalb zu der in Paihia gefahren.
Das Thema war.... Nein nicht Chrismas (das wäre ja zu einfach)... das Thema war .... Superheros. 
Nur ganz am Ende kam Santa alles andere war eher Karneval. Und lang war es erst recht nicht.
Gefeiert wird im Sommer, am 25. Dezember morgens.
Immerhin haben wir einen ,,Weihnachtsbaum", sogar einen richtigen Baum und keinen unechten wie viele andere.
Wir hatten auch einen Adventskalender.
An Weihnachten (25.12) haben wir mehr oder weniger ausgeschlafen und haben dann die Geschenke geöffnet.
Nur Megan, Tania und ich.
Daraufhin folgte ein super leckeres Frühstück.
Megan hat danach eine Schatzsuche für uns vorbereitet.
Ich konnte mit den meisten Rätseln zwar nichts anfangen, aber es war trotzdem ziemlich gut.
Als Schatz gab es Bier (eigentlich für Brad aber er war nicht da) und Schokolade.
Nach einer kurzen Pause sind wir dann zum Stone Store gegangen und haben unsere Brot/Toast Reste an die Enten dort verfüttert, die uns sehr nahe gekommen sind.
Eigentlich hätten wir noch ein BBQ gemacht, aber das Gas war alle und um neues zu kaufen waren wir 2 Minuten zu spät, da wir noch versucht haben eine ,,unserer" Katzen einzufangen.
Die folgenden Tage geht es an den Strand, viel Schokolade zu Essen und Fleisch, dass eigentlich fürs BBQ gedacht war.
Wir essen das jetzt nach und nach.

Samstag, 28. November 2015

End of the year programme #30

Ich melde mich auch mal wieder (ein wenig verspätet)
Die Kiwis schreiben nun seit 3 Wochen Exams bis Mitte Dezember.
Vor einer Woche hatten alle Internationals (die keine Exams mitschreiben) für 2 Wochen das End of the year Programme. 

Wir konnten wählen (in der Reihenfolge) zwischen:
4 Tage Segeln oder Surfen
Hole in the Rock Boat Trip oder Rainbow falls walk mit BBQ
4 Tage Kiwiana oder Farm
Abschied (alle)
 (Ich habe das Fettgedruckte gemacht)

Segeln:
Die ersten 2 Tage waren wir auf einem nahegelegenen aber großem See. Leider war es dort fast Windstill und somit ging es nur seeehrrr langsam voran.
Als wir die anderen beiden Tage auf dem Meer waren wurde es deutlich besser. Wir sind fast bis nach Russel gesegelt und sind wenn wir nicht gerade auf einem der Segelboote waren mit einem Motorboot (schnell) gefahren.




Hole in the Rock Boat Trip:
Wir sind in Paihia eingestiegen. Weitere Gruppen sind in Russel dazugekommen. Ziemlich bald darauf haben wir auch schon das 1. Mal Delfine, insgesamt 2 oder 3 mal.
Durch das Hole in the Rock sind wir nicht gefahren  da es dafür zu windig.
Nach einiger Zeit waren wir deshalb auch ein wenig Seekrank.
Gegen Ende der Fahrt haben wir Halt gemacht an einer wunderschönen Insel. Das Wasser war traumhaft klar, blau, warm und flach.
Auf dem Rückweg sind wir in Russel ausgestiegen, haben uns ein wenig die ,,Stadt" angeschaut und sind dann später mit einer Fähre zurück nach Paihia gefahren, wo wir ebenfalls noch ziemlich viel Zeit verbracht haben.
Auf einem Markt dort habe ich mir dann eine Greenstonekette  (Jade) gekauft.



Kiwiana:
Montag wollten wir eigentlich an den Strand fahren, da es aber in strömen geregnet hat konnten wir machen was wir wollten. FAST!!
Zuerst sollten wir noch an der ,,Eröffnungszeremonie" von unserem Schul/Gemüsegarten teilnehmen.
Wir wussten zunächst allerdings nicht worum es geht. Einige Lehrer, Eltern, Schüler und sogar unsere Schulleiterin waren auch anwesend.
Als einer der Maori - Lehrer dann Anfing irgendwas in Te Reo Maori zu singen dachte ich erst er macht das nur damit das Gemüse besser/schneller wächst.... was sehr seltsam ist mit anzuschauen.
Dienstag waren wir auf Aroha Island (dort leben Kiwis um genau zu sein 2 mit baldigen Nachwuchs)
Es wurde die ganze Zeit gesagt wir würden Kiwis dort sehen und das haben wir auch....nur waren diese ausgestopft...
Wir sind ein wenig über die Insel gelaufen haben warum auch immer wieder an einem Powhiri teilgenommen und die ganze Zeit wurde uns gesagt wir sollen Wiesel, Possums  Marder, Igel u.s.w töten weil die böse wären. Es leben nur ca. 2 Kiwis auf dieser Insel und dafür stellen sie hunderte von Fallen auf... ich kann das nicht ganz nachvollziehen auch wenn mir klar ist das die Kiwis für die etwas besonderes sind.
Danach sind wir noch zum Optio Bay gegangen und sind von dort aus zu einem sehr schönen Aussichtspunkt und dann auch Strand gelaufen.
Mittwoch war unser Hospitality Tag. Wir haben, meist zu 2, Gerichte gekocht/gebacken.  Es gab verschiedenes Fleisch, Fisch, Miesmuscheln, Hamburger (auch vegetarische), Salate und einige Desserts.
Wir haben Apple & Ginger Crumble gemacht. Ich bin generell kein Fan von gebackenem oder gekochtem Obst deshalb  fand ich es nicht soooo toll.
Wir haben alles natürlich auch gegessen.
Donnerstag war zunächst ziemlich langweilig. Wir waren schon wieder in Paihia und hatten nicht wirklich etwas zu tun. Am Nachmittag sind wir ein wenig weiter nach Waitangi gefahren. (Wichtiger Ort für die Geschichte von NZ)
Dort haben wir uns eine ziemlich gute kulturelle Show angesehen. Beginnend mit einem erneuten Powhiri über Tänze und Lieder und einem Haka am Ende.

Abschied:
Es wurden ein paar Reden gehalten, Fotos gezeigt, die Neuseeland nun verlassen sollten noch ein paar Formulare ausfüllen und die restlichen haben noch ein wenig unseren International Room aufgeräumt. Ganz am Ende haben wir noch Fish&Chips zusammen gegessen.




Zu meiner Gastfamilie im Moment:
Tanias Sohn ist seit ca. 1,5 Wochen hier und heute oder morgen kommt noch ihre Tochter.
Ich glaube die bleiben dann die ganzen Ferien über. Mal schauen wie es wird.

Donnerstag, 12. November 2015

Neuseeländische Schule: Unterschiede #29


 10 Unterschiede in der Schule

Ich hatte eigentlich schon letzte Woche Mittwoch meinen letzten Schultag und zu diesem Anlass habe ich mich endlich aufgerafft 10 Unterschiede zur neuseeländischen Schule aufzuschreiben. (Dazu mehr weiter unten)
Am Donnerstag war Prizegiving und Zeignisvergabe.
Dies hieß für uns: warten, Prizegiving ÜBEN !!! (Nationalhymne singen und gemeinsam aufstehen und wieder hinsetzten), wieder lange warten und dann .... haben wir nur noch gewartet und gehofft das es schell vorbei ist.
Selbst ich habe einen Preis bekommen: Exellence in Attitude (wie auch viele andere...)
Allerdings nach Hause geschickt bekommen. Sonst wäre wahrscheinlich jeder der 3 Jahrgänge (11-13) auf der Bühne gewesen.
Jetzt haben wir 2 Wochen unser ,,End of the year Programme" während die Kiwis ihre Examen schreiben.


Schulalltag:

 So sieht mein normaler Tagesablauf aus:
ab....
08:40    - Form Class (Periode 1)
09:00    - Periode 2
10:00    - Periode 3
11:00    - Intervall
11:20    - Periode 4
12:20    - Periode 5
13:20    - Lunch 
14:00    - Periode 6
15:00    - Schulschluss

Der Stundenplan ist ziemlich einfach aufgebaut. Insgesamt haben wir 6 Fächer. Jeden Tag 5 davon.
Die Fächer sind immer in der gleichen Reihenfolge.
Bei mir: Mathe, Graphics (Design&Visual Communication), Spanisch, Outdoor Education, Englisch, Science....und dann fängt es wieder von vorne an.

Abgesehen davon passieren aber noch relativ viele andere Sachen. Zum Beispiel haben wir anstelle von Form Class manchmal ,,Assembly" (bei den Unterrichtsfächer erkläre genauer was das ist), wir haben Mufti-days  (dürfen unsere eigene Kleidung anziehen), es gibt Sport - oder andere Aktivitäten, es werden Sachen verkauft oder es gibt auch die ein oder andere Austellung aus einem der Kunstfächer.
Die Lehrer sollen sich öfters zu einem bestimmen Thema kleiden. (Nicht zwingend)
So haben sich am Freitag vor dem Rugby-Finale, die meisten in der Schule (auch Schüler, es war Mufti-day) schwarz gekleidet um die neuseeländische Mannschaft  (All Blacks) zu ,,unterstützen". Neuseeland hat übrigens gegen Australien gewonnen.
Als in Melbourne das Pferderennen war haben sich einige Lehrerinnen ein schickes Kleid und Hut angezogen.
Ausnahmen bestätigen die Regel und somit hat sich meine Lehrerin in Mathe Sachen übergezogen (wie..Cap,Stiefel,Karo-Hemd) so dass sie aussah wie Jockey.



Schulgebäude/Klassenraum:

Kein Gebäude bis auf ein Science (und ich glaube auch Musik)-Gebäude hat eine 1. Etage. Eigentlich kann man es noch nicht mal Gebäude nennen. Es sind eher Gruppen von Räumen nebeneinander, zu den meisten führt ein überdachter Weg. 
In einem Teil der Schule sind alle Science-Räume, in der anderen Ecke alle Matheräume und so weiter.
Wir haben hier sogar eine Krankenschwester!!!



Schüler & Lehrer

Verhältnis ist ziemlich entspannt und es wird gerne über alles mögliche getratscht.
Als wir mit unseren Lehrern auf den Beginn vom Prizegiving gewartet haben sie sogar ,,Wer bin ich?"(oder wie auch immer das heißt) mitgespielt. 
Meist werden die Lehrer mit ,,Miss" und ,,Sir" angesprochen.



Vertretung/Freistunde 

Ausfall ist hier ein Fremdwort, zumindest wenn es darum geht, das man erst später zur Schule muss oder früher gehen kann. 
Noch überraschender fand ich, dass in den meisten Vertretungsstunden Unterricht gemacht wird. (Zum Teil mehr als mit unseren ,,richtigen" Lehrern) 



Unterrichtsfächer:

Es gibt viel mehr Auswahl. Nicht einfach nur Kunst zum Beispiel. Hier ist das in einzelnen Fächern unterteilt wie: Fotografie, Architektur, Zeichnen, (Theater/Film)make-up...und mehr. 
In Deutschland könnte ich mir auch nie Fächer wie Drama oder Tanzen vorstellen, wir haben ja leider nur die Akademischen.
Deshalb habe ich mir auch für vorgenommen viele neue Fächer auszuprobieren.

Form Class:
20 Minuten vor dem eigentlichen/richtigen Schulbeginn (um 9:00) müssen wir jeden Morgen zur unserer Form Class. Die wird jedes Jahr übrigens neu zusammengesetzt. Unser Lehrer (vergleichbar mit Klassenlehrer) schaut dann wer fehlt (wird aber auch in jeder einzelnen Stunde kontrolliert) und liest die täglichen Neuigkeiten vor die es in der Schule gibt. 
Ich habe oft Schüler und Lehrer am Anfang gefragt wofür das ist. Antwort war immer
,,Um in der Schule erstmal anzukommen"

Assembly :
Dabei versammelt sich statt der Form Class der ganze Jahrgang und stellvertretende Schulleiter oder die Dean (Abteilungsleiterin) erklären irgendwas. Meist wegen Examen, Credits. ...



Schulregeln:

Handys, Musik, Essen&Trinken erlaubt!!!
Wir haben sogar funktionierendes W-lan. Seiten wie Facebook und andere Apps sind leider gesperrt.
Wobei die Lehrer das natürlich trotzdem nicht gerne haben. 
Dann zu unserer Schuluniform:
(Woran sich oft nicht gehalten wird)
- Röcke sind zu kurz
- Make - up ist eigentlich nicht erlaubt
- Keine Armbänder
- dunkle Socken dürfen nur mit langen Hosen getragen werden, zu Rock oder Shorts sollen wir weiße anziehen (eigentlich trägt jeder dunkle)



Unterricht: 

So ziemlich als erstes ist mir aufgefallen, dass fast niemand weiß wie man den Durchschnitt ausrechnet. Hausaufgaben gibt es kaum, wahrscheinlich da sowieso davon ausgegangen wird das niemand etwas macht. Eine Freundin von mir war einmal ziemlich erstaunt als ich die Hausaufgaben (zu Hause) gemacht habe. Meine Lehrerin war begeistert... und in Deutschland bekommt man gleich eine 6 wenn man die nicht macht. Hier ist es normal. Finde ich aber gut! 
So ist es einem komplett selbst überlassen wie viel man für ein bestimmtes Fach möchte, ohne das die (..nicht wirklich  vorhanden) Noten leiden.



Kultur:

Auch während des Prizegiving hat die Kapa Haka Gruppe ein paar mal etwas gesungen & getanzt/vorgeführt. 
Und hier gibt es die Regel:
Wenn man mindestens 1/16 Maori(,,blut")anteil hast,  braucht man keine Studiengebühren zahlen. 
In der Schule werden die Maoris als.. ich sage mal benachteiligt betrachtet, da der Unterricht/ die Schule nicht Ihrer Kultur entspreche. Es gibt nebenbei auch Schulen für Maoris (wo auch deren Sprache gesprochen wird)
Somit wird immer wieder überlegt wie man den Maoris ,,helfen" könnte.
(Dieser Text mag vielleicht ein wenig verachtend klingen, soll er aber eigentlich nicht)



Noten:
Es gibt: (vom schlechten bis zum Besten)
Not Achieved (N)
Achieved  (A),
Achieved with Merit (M)
Achieved with Exellence (E)

Ansonsten gibt es noch kleine Unterscheidungen wie N1,N2, A1,A2....M1..E2 (weiß nicht welche es genau gibt)

Wie bei in Deutschland werden Credits  (Punkte) gesammelt. Es macht dabei keinen Unterschied welche Note man bekommt solange man besteht (A, M oder E)



Versetzung/Zeugnis: 

Was die Versetzung angeht zählen nur die Credits (also nur Tests/Exams) keine mündliche Mitarbeit.
Zumindest in Year 11 (Level 1) braucht man 80 Credits um das Jahr zu bestehen. Wenn man mindestens 50 Credits mit der Note ,,E" hat, hat man das Jahr mit Exellence bestanden. Das gleiche gilt bei Merit.  
Nebenbei ich habe 11 Credits. 4 davon Exellence. Dafür das ich außer für meinen ,,Exellence"test nicht gelernt habe ganz gut finde ich. Vorallem da wir nur Term 3 (Quartal) hatten und in Term 4 nichts mehr geschrieben wurde sondern nur wiederholt.

Das Zeugnis habe ich mir vorgestellt wie meine bisherigen. Abgesehen das statt den Noten 1-6 dann Achieved - Exellence stehen würde.
Ich habe mich ziemlich geirrt. 

Das Zeugnis hat für  jedes Fach eine eigene Seite. ,,Noten" gibt es nur für Attitude, wo viele Lehrer ziemlich gelogen haben. Meine Attitude war bei Weitem nicht so gut wie sie es angegeben haben. Vielleicht sind sie auch nur schlimmeres von den Kiwi und Maori Schülern gewohnt. Ich weiß es nicht.
Dann stehen auf den Seiten noch die Tests und Examen in denen man Credits bekommen hat.
Unten auf den Seiten steht noch immer ein kurzer Kommentar. Den Lehrern wird aufgetragen nichts negatives zu schreiben, damit sich die Schüler gut fühlen. (Nicht zu vergessen ich wohne mit einer Lehrerin zusammen, sie erzählte mir das)
Auf der letzten Seite stehen noch ein Kommentar von unseren Form Class Lehrern und unserer Dean (Abteilungsleiterin)





Samstag, 17. Oktober 2015

3 MONATE - 10 Unterschiede #28

 Heute bin ich seit genau 3 Monaten hier in Kerikeri. 
Das bedeutet aber leider auch das schon 1/4 der Zeit um ist.

Letzten  Montag nach der Schule sind eine Katze und ihre 6 Babys (im Alter von 9-10 Tagen) bei uns eingezogen (wir ziehen die Babys nur auf). Klingt ziemlich viel wenn man sagt das man 9 Katzen hat.
Heute war ich übrigens zum 1. Mal segeln. War so eine Art ,,Tag der offenen Tür" und wir haben viel mehr gemacht als ich eigentlich erwartet hatte. Abwechselnd Motorboot und Segelboot fahren, dabei auch lenken und Rennen fahren. 

10 Unterschiede zwischen Deutschland und Neuseeland

 

1. Gesellschaft/Sprache:

Abgesehen das man hier: sorry, thank you und please viel öfter hört, sind hier alle viel freundlicher und hilfsbereiter.
Z.B. wenn man aus dem Bus aussteigt sagt man hier danke.
 Alles wird schön umschrieben.
Beispiel aus meiner Form Class an meinem 1. Tag:
Teacher:,, That is Katharina. I hope you are all lovely to her because she is lovely."
Man wird hier öfter mal: darling, sweetie, sweetheart oder so genannt.
Selbst beim einkaufen wird man gefragt wie es einem geht.
An das Englisch hier musste ich mich auch erstmal ein paar Tage gewöhnen. Hier wird ziemlich schnell gesprochen.
Typisch für hier ist am Ende eines Satzes ,,eh" zu hören. Bedeutet so viel wie ,,oder nicht"

2. Service:

Beim einkaufen im Supermarkt wird einem alles schon in Tüten gepackt und an der Tankstelle muss man teilweise  noch nicht mal aussteigen, die haben offenbar extra Personal die tanken oder die Autos putzen.

 

3. Essen:

Auch wenn es meine Eltern nicht glauben werden, aber bisher hat mir hier alles geschmeckt. 
Eigentlich mag ich keinen Fisch aber hier Fish & Chips sind immer gut-super. (Die Chips sind dennoch der bessere Teil)
Abends wird warm gegessen. Ziemlich gerne esse ich hier Pie. Über den Tag verteilt ist man meistens nur Snacks bzw. Sandwiches, Obst... okey mehr fällt mir nicht ein, aber eben meist nur Kleinigkeiten.
Für alle hier war es merkwürdig als ich gesagt habe das wir Pfannkuchen oft mit Schokolade(Nutella) essen. Ich habe dann extra welche gemacht auch wenn das Rezept das die mir gaben ziemlich komisch war. Ich habe noch nie Pfannkuchen mit Essig, Öl und Wasser (zusätzlich zur Milch und dem Rest) gebacken und das waren keine kleinen Mengen, aber sie haben trotzdem ganz gut geschmeckt.
Ich habe nun schon oft diskutiert was Brot und was Toast ist.
Unser Toast nennen die hier Brot. Wenn es getoastet wurde ist es Toast und 2 Toast übereinander ist ein Sandwich. Für unser Brot gibt es eine komplett andere Bezeichnung, ich kann mich aber auch nicht mehr erinnern was es war.


4. Namen

Nicht nur die Maori Namen (von denen ich mir keine merken kann) sind amüsant, auch einige andere sind ein wenig ...sonderbar/gewöhnungsbedürftig...:
Zum Beispiel; Romeo, Cash (Bargeld), Summer, Amber (Bernstein, so heißt zufällig auch unsere Mutterkatze), Mackenzie, Briahnn, Imogen.
Der einzige Maoriname an den ich mich erinnern kann ist: Hinemoana (wird so gesprochen wie geschrieben)
Mein Name (Katharina) scheint hier auch ziemlich schwierig zu sein. Mein Spitzname ist ziemlich schnell kat geworden (allerdings gesprochen wie ,,cat" also Katze)
Abgesehen von der Englischen variante meines Namen (Caterine) wurde ich auch schon (deutsche Aussprache:) Kätereina oder so gennant. Meist ist es aber (Käterina) und das ist gut/okey.
Meine Outdoor Education Lehrein nennt mich allerdings komlett anders, nämlich Lena (mit englische Ausprache ist es dann auch noch: Lina). Sie verwechselt uns immer.

5.  Landschaft:

Ja die ist schön. Sogar sehr. Mit dem Palmen um sich herum bewirken (zumindest bei mir) immer ein gewisses Summer/Holidayfeeling. Die Bay of Islands ist beim richtgen Wetter richtig schön.
Die surfen beim Academic Plus Programme genommen haben schwärmen jedesmal davon wie schön die Strände sind und auch ich hatte heute beim Segln mal wieder eine super schöne Aussicht.

6. Kleidung

Abgesehen das es hier Schuluniform gibt, ist es für mich überhaupt nicht nachvollziehbar wie hier einige in Shorts, T-shirt und Barfuß im Winter herumlaufen können. 
(Ich zu diesem Zeitpunkt: Pullover, Jacke, Leggings, darüber eine Jogginghose + Decke)
Einkaufen geht man hier gerne auch in Jogginghose und beim Sports Unterricht haben dir meisten auch keine Schuhe an.
Es gibt relativ viele Hippie Kleidung zu kaufen.

7. Winter
Es ist eigentlich nicht kalt (10°C), aber Heizungen gibt es hier kaum und Häuser sind auch überhaupt nicht isoliert. Wenn man Glück hat sind drinnen statt (z.B.) 10° draußen, 15°C.
Allerdings merkt man auch das die Sonne hier viel stärker scheint. Während es in Deutschland ein paar Minuten braucht bis man aufgewärmt ist, genügen hier wenige Sekunden.

8. Linksverkehr 
Viel mehr muss dazu, glaube ich, nicht gesagt werden.

9. Währung
1 = ca. $1,5        $1 = 100cent
Es gibt Preise die mit 72 cent oder 99 cent oder ähnlichem aufhören, es gibt aber keine 1,2 oder 5 cent Münzen... Nun meist wird sowieso mit Kreditkarte bezahlt.

10.  Maßeinheiten
Zum Glück gibt es meistens hier nur Celcius angaben  und nicht Fahrenheit. Zum Backen benutzt man Cups, Tablespoons, Teaspoons und Gramm. Bei den Größen/Längenangaben bin ich mir nicht ganz sicher. Ich habe hier sowohl schon Mile, Feet als auch cm bzw m und km mitbekommen. Auf Schildern wie weit der nächste Ort entfernt ist steht aber km.


Doves Bay